Cupcake [kapkeik, engl.], der; -s:


Erste Erwähnung im 19. Jahrhundert in den USA. Bezeichnet einen kleinen, saftigen Kuchen in einem Papier-Förmchen, immer dekoriert mit einer süßen Haube aus Buttercreme, Sahne, Schokolade oder Frischkäse, verziert mit Perlchen, Glitter, Zuckerschrift oder Marzipan (oder allem zusammen ...)

Bekannt wurde der Cupcake in der Literatur durch Jane Austen, die in ihrem Roman „Sinn und Sinnlichkeit“ (1811) über die verstärkte erotische Ausstrahlung nach dem Genuss eines solchen Mini-Kuchens – und die damit verbundene Chance, einen reichen, adligen Ehemann zu finden - sinnierte. Später griff der Schriftsteller Lewis Caroll das Thema auf und brachte den Cupcake der breiten Masse mit seinem Roman „Alice im Kuchenland“ (1865) näher.

Im 20. Jahrhundert durchlebte der Cupcake schwere Zeiten. In traurigen B-Movies wie „Cupcake-Report I-V“ wurde der kleine Kuchen unfreiwillig zum Filmstar, was er später nur noch mit „Ich war trocken und brauchte mehr Butter“ erklären konnte. In den 1980er-Jahren erging es ihm nicht besser: Nachdem Helmut Kohl 1982 Bundeskanzler geworden war, wanderte der Cupcake auf High Heels, mit Schulterpolstern, Dauerwelle und ohne Job nach Amerika aus.

Erst im 21. Jahrhundert sollte sich für ihn alles zum Guten wenden. Nach zahlreichen erfolglosen Castings bekam der Cupcake in der Serie „Sex and the City“ seine Chance. In der fünften Folge der dritten Staffel am 9. Juli 2000 durfte er neben Carrie und Miranda vor der Magnolia Bakery in New York auf einer Bank sitzen. Von nun an war sein Siegeszug rund um die Welt nicht mehr aufzuhalten. Um diesen „König der Kuchen“ zu ehren, wurde im Dezember 2008 das „Royal Cupcakes“-Café in Köln eröffnet.


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